Alle Beiträge
Blog · 5 Min.

Solaranlagen auf dem Dach: Photovoltaik richtig planen und montieren

Wann sich das Dach für Photovoltaik eignet, welche Montageart passt und warum die Dachdeckung zuerst dran ist.

Solaranlagen auf dem Dach: Photovoltaik richtig planen und montieren

Warum Photovoltaik aufs Dach gehört

Ein Dach ist die größte ungenutzte Fläche am Haus – und genau dort, wo der Strom verbraucht wird. Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in Strom um, senkt die laufenden Kosten und macht unabhängiger von steigenden Preisen. Für ein Einfamilienhaus bedeutet das je nach Dachfläche und Ausrichtung eine Anlage, die einen erheblichen Teil des eigenen Verbrauchs abdeckt – und das über Jahrzehnte, so lange die Dachdeckung darunter hält.

Zuerst das Dach prüfen: Tragfähigkeit, Zustand, Restlebensdauer

Bevor Module aufgesetzt werden, muss die Deckung unter ihnen fit sein. Eine Anlage steht 25 bis 30 Jahre auf dem Dach – eine 15 Jahre alte Ziegeleindeckung sollte vorher saniert werden, sonst kostet später jeder Modulabbau für Reparaturen doppelt. Wir prüfen den Zustand der Eindeckung, die Unterkonstruktion und die statische Reserve: Module, Aufständerung und Schneelast bringen einiges an Gewicht, und Wind zieht an den Anschlüssen. Alles, was wir dabei finden – lose Pfannen, undichte Fugen, müde Rinnen – gehört vor der Montage erledigt.

Ausrichtung, Neigung und Verschattung

Ideal sind Südausrichtung und eine Dachneigung zwischen 25 und 40 Grad – aber das ist keine Bedingung: Auch Ost-West-Dächer liefern gleichmäßiger über den Tag verteilt und passen gut zum eigenen Verbrauchsprofil. Wichtiger als die perfekte Ausrichtung ist die Verschattung: Bäume, Gauben, Kamine und benachbarte Gebäude werfen Schatten, der einzelne Module ausbremsen kann. Wir begehen das Dach, prüfen First, Traufe und Gauben und planen die Modulfelder so, dass keine Fläche verschenkt wird.

Aufdach, Indach oder Flachdach-Aufständerung

Die Aufdach-Montage ist der Standard: Halter werden an den Sparren verschraubt, die Dachdeckung darunter bleibt unangetastet, die Module liegen wenige Zentimeter über der Deckung und belüften sie. Die Indach-Montage tauscht Dachflächen gegen Module und sieht nahtloser aus, braucht aber ein Abdichtungssystem, das exakt zum Modul passt. Auf Flachdächern stehen die Module in Reihen aufgeständert, mit Ballast gegen Windlast – ohne eine einzige Bohrung in der Abdichtung. Welcher Weg passt, hängt von Dachform, Deckung und Optik ab.

Wechselrichter, Speicher und Netzanschluss

Der Wechselrichter ist das Herz der Anlage: Er wandelt den Gleichstrom der Module in netztauglichen Wechselstrom und überwacht den Betrieb. Er gehört an einen geschützten, belüfteten Platz – oft im Keller oder Dachgeschoss. Ein Stromspeicher macht Sinn, wenn der Strom vor allem abends verbraucht wird, und erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich. Den Netzanschluss und die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt der Elektrofachbetrieb – der Dachdecker liefert Montage, Abdichtung und die Dachanschlüsse, damit an der Gewerke-Grenze nichts offen bleibt.

Wartung und Kombination mit Dacharbeiten

Eine PV-Anlage braucht wenig Pflege: Der Ertrag lässt sich online prüfen, und ein Blick auf die Wechselrichter-Anzeige zeigt, ob alles läuft. Regen hält die Module meist selbst sauber, in Meeresnähe lohnt aber eine gelegentliche Kontrolle auf Salz- und Moosbelag. Wichtig ist die Kombination: Wer ohnehin eine Neueindeckung, Dämmung oder Gaubensanierung plant, sollte die PV-Planung gleich mitdenken – ein Gerüst steht dann nur einmal, und Anschlüsse liegen später unter fertiger Deckung statt umgekehrt.

Von uns in einer Hand

Wir übernehmen die Dachseite komplett: Zustandsprüfung, Sanierung der Deckung, Montage der Halter und Module, Abdichtung aller Durchdringungen und die Details an First, Traufe und Gaube. Zusammen mit dem Elektrofachbetrieb für Wechselrichter und Netzanschluss entsteht so eine Anlage, die dicht sitzt und lange läuft. Rufen Sie uns an – wir schauen uns Ihr Dach an und sagen Ihnen ehrlich, ob und wie eine Solaranlage darauf passt.

100 % unverbindlich

Fragen zu Ihrem Objekt? Wir schauen es uns an.

Kostenlose Dachbesichtigung in Stralsund, Grimmen, Greifswald, auf Rügen, in Barth oder Ribnitz-Damgarten.

Jetzt beraten lassen
  • Kostenlose Dachbesichtigung
  • Antwort innerhalb von 24 h
  • Mo–Fr 07:00–17:00 Uhr